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Für eine qualifizierte Supervision in der Verhaltenstherapie fordert Dr. Kurt Quaschner eine "Kultur der (Selbst-)Hinterfragung und (Selbst-)Kritikfähigkeit. Hinterfragen wird dabei zunächst als eine Strategie verstanden, einen individuellen Therapiefall auf einer umfassenderen, breiteren Art und Weise zu konzeptualisieren als dies in einem strikt auf Therapietechniken bezogenen, standardisierten Vorgehen der Fall ist." Gleichzeitig "richtet sich Hinterfragen auf die allgemeinen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen von Psychotherapie", postuliert Quaschner in seinem Beitrag zum Standardwerk "Praxisbuch VT-Supervision" (Hrsg. Gerhard Zarbock). Immer mehr Männer, die mit Männern Sex teilen, verstärken seine Wirkung durch Drogen: Chemsex verbreitet sich v.a. in großstädtischen Szenen. Beteiligte sind oft gesundheitlich, psychisch, sozial gefährdet und erleben oder befürchten Diskriminierung. Vierzehn Insider haben für Selbsthilfe und Beratung einen Reader zusammengestellt. Er leitet an, möglichst schadlos mit Chemsex zu leben. "Trotz Inkrafttreten der Cannabisgesetze am 1. April 2024 verbreiten sich sowohl synthetische als auch halbsynthetische Cannabinoide - wie z.B. HHC - weiterhin auf dem Rauschgiftmarkt," berichtet das Jahrbuch Sucht 2026. Ein Slalom durch die Weltliteratur gerät der Germanistin und Theologin Juliane Vieregge zu einem Plädoyer für Leidenschaft: Ihr Essay "Die Perle in der Auster" widerspricht einem sicherheitsbewussten, skeptischen Zeitgeist. Der Text ist inspirierend geschrieben, persönlich - u.a. mit einem Postulat des Psychotherapeuten Hans-Joachim Maaz: "Am besten ist die Partner-Liebe, die durch guten Sex bereichert wird, und der Sex, der durch Liebe geadelt wird." Die Zahl der Post-Covid-Erkrankten wird auf mehr als zwei Millionen in Deutschland geschätzt. Positive Erfahrungen mit Psychotherapie und somatischen Verfahren berichtet die Fachzeitschrift ´Psychosoziale & Medizinische Rehabilitation´ in ihrer Ausgabe 1/2026. Eine zieloffene Suchtbehandlung empfiehlt Prof. Dr. Joachim Körkel für unterschiedlichste Therapiesettings. Er beschreibt die Vorzüge und konkreten Vorgehensweisen in RAUSCH - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie (1/2-25). "Zieloffene Suchtbehandlung bedeutet, mit Menschen an einer Veränderung ihres problematischen Suchtmittelkonsums zu arbeiten - und zwar auf das Ziel hin, das sie sich selbst setzen. Das Ziel kann in Abstinenz, Reduktion (z.B. kontrolliertes Trinken) oder Schadensminderung (Übergang zu einem weniger schädlichen Konsum bei gleicher Konsummenge) bestehen."
Jeder Mensch hat seine (meist unbewusste, implizite) Lebensphilosophie. Bei einer psychischen Störung spielt sie eine wesentliche Rolle. Daher können philosophische Gespräche einen wesentlichen therapeutischen Beitrag leisten. Der Psychotherapeut und Philosoph Professor Dr. Martin Poltrum (Wien) stellt Möglichkeiten in seiner Monografie ´Klinische Philosophie´ vor: Philosophie, möglichst im Kontext von Ästhetik, als Therapeutikum. Hochbegabte bekleiden häufig Führungspositionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ob ihr hoher Intelligenzquotient mit einer bestimmten politischen Orientierung einhergeht, konnte bisher nicht eindeutig belegt werden. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass es eine signifikante, geschlechtsbezogene Besonderheit gibt: Hochbegabte Männer sind weniger konservativ als durchschnittlich begabte Männer. Maximilian Krolo und Jörn Sparfeldt haben dies im Fachjournal „Intelligence“ publiziert. Was geschieht, wenn Männer das Gefühl haben, nicht ausreichend männlich zu sein? Eine neue sozialpsychologische Studie zeigt: Viele Männer erleben Männlichkeit als unsicheren Status, der immer wieder bestätigt werden muss. Dieser Druck ist kein Randphänomen, sondern beeinflusst messbar und verlässlich Gefühle, Selbstbild, Einstellungen und Verhalten von Männern. Mit spürbaren Folgen: für Männer selbst, ihr Umfeld und die Gesellschaft insgesamt, etwa durch das Wählen autoritärer, rechter Parteien. Auf TikTok wird psychische Gesundheit in vielen Fällen teilweise oder ganz falsch dargestellt, das zeigt eine neue Studie. Von „Symptome einer Angststörung: zu viel essen“ bis zu „Narzissten lieben niemanden“ – solche Aussagen sind in deutschsprachigen TikTok-Videos weit verbreitet. Doch nur knapp jeder fünfte Videoinhalt ist korrekt. Forschende der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LVR-Universitätsklinik Essen und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen haben 177 Videos mit rund 94 Millionen Aufrufen untersucht und ihre Erkenntnisse kürzlich in „Clinical Psychology in Europe“ veröffentlicht. Philosophen preisen den Rausch; nach Meinung von Friedrich Nietzsche "befreit Rausch von neurotischem Denken, bewirkt eine wohltuende Selbstvergessenheit und affektive Katharsis, führt zur Kraftsteigerung und erhöht die Selbstwirksamkeit." Nach Einschätzung von Platon durchbricht Rausch die "Automatisierung von Wahrnehmung" und vitalisiert das Lebensgefühl. Das Herunterladen und Betrachten von Kinder-Pornografie ist strafbar. Die Konsumenten sind häufig - jedoch keineswegs immer - pädophil und werden oft - keineswegs immer - auf Kinder übergriffig. Angebot und Konsum kinderpornografischer Darstellungen nehmen weltweit zu. Die Fachzeitschrift ´Forensische Psychiatrie + Psychotherapie´(1-2025) legt aktuelle Studien zur online-Kinder-Sexualdelinquenz vor. "Bevölkerungsbasierte Studien zeigen, dass zwei bis vier Prozent der Männer angeben, mindestens einmal kinderpornografisches Material konsumiert zu haben. Der Anteil von konsumierenden Personen mit pädophilen Präferenzen wird dabei auf rund 60% geschätzt..."
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